30. August 2011 11:21 Uhr

"Telegraph": Spindoctors im britischen Gesundheitssystem verdienen mehr als Krebsspezialisten

Spin-Doctors haben die Aufgabe, das Image eines Unternehmens aufzupolieren. Das tun sie offenbar auch im britischen Gesundheitssystem NHS. Wie die Zeitung "The Telegraph" berichtet, gaben allein die Behörden in England in den vergangenen vier Jahren umgerechnet rund 200 Millionen Euro für ihre PR-Abteilungen aus. das Geld wurde zum Teil für 491 Vollzeitstellen verwendet worden. Nach Angaben der Zeitung verdienten die Mitarbeiter im Medienbereich aber auch sehr viel - sogar mehr als zum Beispiel Krebsspezialisten.

Der Kommunikationsdirektor in Yorkshire etwa habe 2009 umgerechnet rund 145.000 Euro bekommen, der Leiter des Krebszentrums hingegen etwa 15.000 Euro weniger im Jahr.

Der Chef der Lobby-Gruppe "TaxPayer´s Alliance" kritisierte die hohen Gehälter im "Telegraph" als "unzumutbare Verschwendung von Steuergeldern". Das Gesundheitsministerium in London sagte, das Budget des NHS müsse zum Wohle der Patienten eingesetzt werden. Deshalb würden die Verwaltungsgebühren um 5,6 Milliarden Euro gekürzt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)