31. August 2011 09:23 Uhr

Weichert kritisiert in der "taz" erneut "Like"-Button bei Facebook

Facebook sei nicht schlecht im Verschleiern und Verschweigen. Dieser Ansicht ist der Datenschutzbeauftrage von Schleswig-Holstein, Thilo Weichert. Er erneuert in der "taz" seine Kritik am "Like"-Button bei Facebook. Er hatte dem Netzwerk vor etwa zwei Wochen vorgeworfen, gegen Datenschutzrechte zu verstoßen. Nutzer würden nicht hinreichend darüber informiert, dass ihre Daten teilweise in die USA übermittelt würden, um Nutzerprofile zu erstellen.

Der "taz" sagte Weichert, man könne zum Beispiel nicht überprüfen, ob Facebook IP-Adressen protokolliere. Das Unternehmen behaupte zwar, dass sie sofort gelöscht würden, sobald sie auf Deutschland verwiesen. Tatsächlich brauche es aber keine IP-Adresse, weil Cookies als Identifikation viel besser geeignet seien.

Cookies sind Anwendungen, die es einem Web-Server erlauben, auf dem PC des Anwenders Informationen zu hinterlegen. So tauchen zum Beispiel beim nächsten Besuch einer Internetseite persönliche Voreinstellungen wie der Name des Nutzers wieder auf. Weichert kritisiert, bei Webseitenbetreibern, die den "Like"-Button von Facebook verwendeten, würden die Nutzer über das Setzen solcher Cookies nicht informiert.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)