31. August 2011 12:23 Uhr
Eine Scheidung ist nicht die Ursache allen Übels. Dieser Meinung ist der Psychiater Frank Häßler von der Universität Rostock. Häßler sagte hier bei Dradio Wissen, ist sei unzulässig eine Scheidung als den einzigten Risikofaktor für spätere Fehlentwicklungen bei einem Kind zu sehen. Zwar könne die Trennung der Eltern ein Risikofaktor sein, aber auf keinen Fall der einzige. Auch andere Dinge seien entscheidend - zum Beispiel die Erfahrungen mit Gleichaltrigen.
Häßler zufolge brauchen Kinder vor allem eine warmes und entwicklungsförderndes Klima, wo sie Ansprechpartner finden, die sie verstehen und unterstützen. Das könne in einer klassischen Familie genauso gut funktionieren wie in einer Patchwork-Familie.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)