1. September 2011 09:24 Uhr

Nach Erdbeben und Tsunami: Japan simuliert Katastrophenfall

Diesmal ist die Katastrophe in Japan nicht echt.

Ein halbes Jahr nach Tsunami und Erdbeben hat das Land seine alljährliche Katastrophenschutzübung abgehalten. Angenommen wurde ein Erdbeben der Stärke 7,3 in der Hauptstadt Tokio mit zahlreichen Todesopfern. Das tatsächliche Erdbeben im März hatte eine Stärke von 9,0.

Die Simulation betraf unter anderem die Regelung des Straßenverkehrs, Evakuierungen und eine Krisensitzung der Regierung. Landesweit nahm eine halbe Million Japaner an der Übung teil. Nicht dabei waren die Menschen in den Gebieten rund um das zerstörte Atomkraftwerk Fukushima. Sie kämpfen noch mit den Folgen der tatsächlichen Katastrophe.

Mit der jährlichen Übung gedenkt Japan des großen Erdbebens von Kanto, bei dem 1923 mehr als 140.000 Menschen ums Leben kamen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)