2. September 2011 06:25 Uhr

Israelisches Konzert in London von palästinensischen Protestlern sabotiert

Vor lauter Geschrei konnte man die Musik nicht mehr richtig hören. Deshalb unterbrach die britische "BBC" die Live-Übertragung eines ausverkauften Konzerts aus der Royal Albert Hall in London. Eine Sprecherin des Senders erklärte, das Israelische Philharmonische Orchester habe gerade mit den letzten drei Stücken des Programms angefangen, als eine Gruppe von Protestlern im Publikum aufstand, zu singen begann und Handtücher hochhielt, auf denen "Palästina" zu lesen war. Das Orchester spielte weiter, die Störer wurden von Wachleuten hinausbefördert. Von der "BBC" heißt es weiter, die Übertragung auf "Radio 3" sei abgebrochen worden, weil die Musik durch die Proteste übertönt wurde.

Pro-palästinensische und pro-israelische Gruppen demonstrierten anschließend vor der Konzerthalle. Mehrere palästinensische Organisationen hatten die "BBC" vor dem Konzert dazu aufgefordert, die Veranstaltung abzusagen. Andernfalls werde man sie boykottieren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)