2. September 2011 08:25 Uhr

Nach Bambusblüte: Mäuse-Plage in Patagonien

Eine Mäuseplage bedroht die argentinische Region Bariloche. Wie die Behörden mitteilen, kann die Zahl der Mäuse in diesem Monat das Zehnfache des üblichen Wertes erreichen. Ursache sei die seltene Blütezeit einer Bambusart. Die Pflanzen namens Chusquea culeou hatten im letzten Jahr das erste Mal nach 60 Jahren geblüht und geben nun ihre Samen frei. Die Mäuse ernähren sich unter anderem von den Samen und vermehren sich derzeit stark. Einwohner haben bereits Gruben gegraben, um die Mäuse dort einzusammeln. Die Behörden geben an, es bestehe in einigen Gebieten die Möglichkeit, dass sich ein Virus ausbreite. Die Region sei aber gut auf die Mäuseplage vorbereitet. Im nächsten Jahr soll sich die Zahl der Tiere wieder normalisieren. Die Region im argentinischen Teil Patagoniens ist normalerweise ein Touristenmagnet, derzeit aber von Vulkanasche stark verschmutzt, nachdem im Juni der Vulkan Puyehue ausgebrochen war.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)