2. September 2011 08:54 Uhr

Gentechnik-Gegnerin kritisiert Saatgutkonzern Monsanto

Die Bauern in Indien müssen sich verschulden, um sich gentechnisch verändertes Baumwoll-Saatgut leisten zu können. Das sagt die indische Gentechnik-Gegnerin Vandana Shiva im Interview mit der "taz". Eine andere Möglichkeit haben die Landwirte ihr zufolge nicht, denn auf dem Markt würde nur Baumwoll-Saatgut verkauft, das dem US-Hersteller "Monsanto" gehöre - oder Firmen, die von "Monsanto" aufgekauft wurden.

Sie räumte ein, dass in Indien zwar seit der Einführung von gentechnisch verändertem Saatgut mehr Baumwolle produziert werde. Das liege aber nicht am neuen Saatgut, sondern daran, dass die Bauern ihre traditionelle Landwirtschaft mit Mischkulturen zugunsten von Monokulturen aufgegeben hätten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)