2. September 2011 16:23 Uhr
Hinterherspionieren, verdächtige Einbrüche und jetzt Morddrohungen. In Frankreich stehen investigative Journalisten derzeit stark unter Druck. Nun hat ein Redakteur der Online-Zeitung "Mediapart" eine Morddrohung erhalten. Wie dieOrganisation "Reporter ohne Grenzen" mitteilte, sieht der Journalist darin das jüngste Indiz einer extrem beunruhigenden Entwicklung und fordert, dass solche Methoden bestraft würden.
"Reporter ohne Grenzen" macht eine wachsende Intoleranz von Regierungskreisen gegenüber investigativen Journalisten aus. Besonders Nachforschungen über die Spendenaffäre um die Milliardärin Lilian Bettencourt und Finanzminister Eric Woerth würden unterdrückt. Es sei inakzeptabel, Journalisten zu bedrohen und auszuspionieren. Solche Praktiken könnten aber schon bald von den Autoritäten als legitime Mittel zur Bekämpfung von investigativem Journalismus angesehen werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)