3. September 2011 11:24 Uhr

Forscher untersuchen körpereigenen Allergie-Stopp

In Deutschland leiden nach Schätzungen 20 bis 30 Millionen Menschen unter einer Allergie. Die Fähigkeit Niesen, tränende Augen oder Hautausschläge zu stoppen, schlummert aber in jedem Körper. Wird er einer niedrigen Dosis eines Allergens ausgesetzt, kann er bei wiederholtem Kontakt immun dagegen werden. Wie aber dieser Vorgang genau funktioniert ist nach Angaben der Forscher der Universitätsmedizin der Berliner Charité und der Johannes Gutenberg Universität in Mainz weitgehend unbekann. Mit Mäusen untersuchten sie den Effekt und entdeckten laut ihrem Bericht in der Fachzeitschrift "Journal of Clinical Investigation" Zellen, die in der Lage sind, Allergiezellen mit Hilfe eines Botenstoffs auszuschalten. Diese Fähigkeit bei jedem Menschen aber unterschiedlich stark ausgeprägt. Einer der beteiligten Forscher sagte, die Ergebnisse der Studie seien im Prinzip für jeden relevant. Sie könnten in Zukunft dazu genutzt werden, Allergien zu verhindern.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)