5. September 2011 06:52 Uhr
Wenn Demographen sich zu Wort melden, dann meist mit schlechten Nachrichten. Aber Wissenschaftler des Max-Planck-Institutes für demographische Forschung in Rostock wollen jetzt eine Trendwende ausgemacht haben und verkünden: Junge Frauen bekommen wieder mehr Kinder.
Sie stellen in einem Aufsatz fest, dass die Geburtsjahrgänge um 1970 die Trendwende zu markieren scheinen. Demnach entscheiden sich die Frauen, die nach diesem Jahr geboren sind, insgesamt mehr für Kinder als die älteren.
Das sei noch kein neuer Babyboom, aber es deute sich ein Wandel in den Lebenseinstellungen an. Die heute 30- bis 35-Jährigen wollten beides - Job und Nachwuchs und sie gäben keinen dieser Wünsche vorschnell auf. Nach der Rechnung der Forscher dürften diese Frauen im Schnitt etwa 1,6 Kinder bekommen. Für die Älteren liege der Wert bei 1,5. Hinter der klein scheinenden Veränderung steckten aber zehntausende Kinder mehr pro Jahr.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)