5. September 2011 10:21 Uhr
Auf dem Land riecht man, wann die Bauern ihre Felder gedüngt haben. Denn viele machen das mit Gülle. Genauer gesagt düngen 56 Prozent der deutschen Landwirte ihre Felder damit. Laut Statistischem Bundesamt sind das rund 166.000 Bauern. Im vergangenen Jahr wurden auf deutschen Äckern insgesamt 191 Millionen Kubikmeter Flüssigmist ausgeschüttet. Am häufigsten wird mit Rindergülle gedüngt, sonst meist mit Schweinegülle oder flüssigem Gärrest aus Biogasanlagen.
In den 70er und 80er Jahren wurde in Deutschland, aber auch in anderen Ländern, ein Anstieg der Nitratgehalte im Grundwasser festgestellt. Als einer der Hauptgründe galt damals die Güllewirtschaft. Seit 15 Jahren unterliegt das Düngen mit Gülle rechtlichen Beschränkungen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)