5. September 2011 17:37 Uhr
Mit Zuspruch von dieser Seite hat das ZDF wohl kaum gerechnet.
Die deutschen Zeitungsverleger haben die neue Mediathek-App des Senders gelobt. Üblicherweise stehen sie diesen Angeboten eher kritisch gegenüber, weil sie sie als Konkurrenz zu ihren eigenen Angeboten sehen. DZV-Präsident Dietmar Wolff sagte nun, die ZDF-App konzentriere sich auf Bewegtbilder mit einigen knappen Texten. Würden die anderen öffentlich-rechtlichen Apps ebenfalls nach diesem Modell gestaltet, wäre der Konflikt zwischen den Verlegern und den Sendern gelöst.
Acht deutsche Verlage hatten im Juni Klage gegen die kostenlose "Tagesschau"-App der ARD eingereicht. Sie monieren, dass diese zu viel Text beinhalte und deshalb über das im Rundfunkstaatsvertrag festgelegte Aufgabenfeld hinausgehe.
Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner brachte einen Kompromiss-Vorschlag ins Spiel. So könnten ARD und ZDF Bilder- und Audiobeiträge uneingeschränkt und kostenlos im Netz verbreiten dürfen. Zusatzangebote mit Text sollten dagegen kostenpflichtig und zu marktüblichen Preisen angeboten werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)