6. September 2011 09:23 Uhr
Vor zwei Monaten erkrankte der bisher letzte Patient an Ehec.
In der "Süddeutschen Zeitung" ist heute eine Bilanz der Epidemie zu lesen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts waren von der aggressiven Variante des eigentlich harmlosen Darmbakteriums insgesamt 3.050 Menschen betroffen, 52 starben. Mehr als jeder vierte Patient erlitt eine lebensbedrohliche Komplikation, bei der die Nieren nicht mehr richtig arbeiten. Sogar bei jedem Zweiten schlug die Infektion auf das Gehirn. Die Folge: Sprachstörungen, Angstzustände und Halluzinationen.
Vielen Patienten geht es heute besser als erwartet. Es gebe weniger Spätfolgen als Ärzte befürchtet hatten. Die Gesamtzahl der Patienten, die noch unter neurologischen Auffälligkeiten leiden, schätzt Jan Kielstein von der Medizinischen Hochschule Hannover auf 20 bis 30. Auch die Nieren der meisten Betroffenen arbeiteten wieder normal. Auf Dauer werde wahrscheinlich kein Patient auf die Dialyse angewiesen bleiben und wohl auch keine Nierentransplantationen nötig sein.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)