6. September 2011 12:22 Uhr
Der US-Maler Stephen Sawyer glaubt nicht, dass Jesus ein dünner und blasser Mann gewesen ist. In seinen Bildern ist der Gottessohn ein sonnengebräunter und tätowierter Muskelprotz.
Sawyer sagte der "Süddeutschen Zeitung", er halte das Jesusbild für verstaubt. Da Jesus als Zimmermann gearbeitet und in Nazareth gelebt habe, gebe es gute Gründe dafür, dass er vom Erscheinungsbild ein muskulöser und südländischer Typ gewesen sei. So hätte er die Geldwechsler kaum aus dem Tempel vertreiben können, wenn er nicht wie ein Schrank gebaut gewesen wäre. Der Maler fügte hinzu, mit seiner Darstellung eines muskelbepackten Gottessohns wolle er auch erreichen, dass wieder mehr Männer in die Kirche gingen.
Sawyer gilt als wichtigster künstlerischer Vertreter der sogenannten "Macho-Jesus-Bewegung" in den USA. Die Bewegung beklagt die zunehmende Verweiblichung des Christentums.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)