6. September 2011 13:50 Uhr
In Kenia sind die Lehrer an staatlichen Schulen in Streik getreten.
Nach Angaben der Gewerkschaft fehlen landesweit 75.000 Lehrer. Die Regierung hatte eigentlich versprochen, 10.000 neue Lehrer einzustellen und weiteren 28.000 Teilzeitbeschäftigten eine volle Stelle zu geben.
Nun soll das dafür vorgesehene Geld aus dem Bildungsetat aber anders verwendet werden. Laut der Tageszeitung "Daily Nation" will die kenianische Regierung mit dem Geld den Sold der Soldaten erhöhen und indirekt auch die Diäten der Parlamentsabgeordneten. Denn die müssen seit kurzem Steuern bezahlen.
Die Lehrergewerkschaft kritisiert das. Ihr Generalsekretär sagte, mit dem Streik kämpften die Lehrer für gleiche Chancen der Kinder an staatlichen und privaten Schulen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)