7. September 2011 06:28 Uhr

Mobilfunk-Firmen verstoßen offenbar gegen Vorgaben der Vorratsdatenspeicherung

Das Bundesverfassungsgericht hat die Vorratsdatenspeicherung im vergangenen Jahr für verfassungswidrig und damit für nichtig erklärt. Es hatte entschieden, dass Unternehmen lediglich solche Daten erfassen und speichern dürfen, die sie für Abrechnungszwecke brauchen. Offenbar verstoßen deutsche Mobilfunk-Anbieter aber gegen diese Vorgaben. Wie die "Berliner Zeitung" berichtet, speicherten Unternehmen wie T-Mobile, Vodafone und E-Plus immer noch bis zu sechs Monate lang, welcher Kunde wann, wie lange und mit wem telefoniert. Laut dem Blatt löscht einzig O2 die meisten Daten bereits nach sieben Tagen. Die Zeitung beruft sich dabei auf eine Aufstellung der Generalstaatsanwaltschaft München.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)