7. September 2011 14:21 Uhr
"Die Genom-Forschung muss endlich auf ihre zwei Beine gestellt werden."
Das fordern Wissenschaftler vom Berliner Max-Planck-Institut für molekulare Genetik. Sie halten es für falsch, immer nur von "dem" Genom zu reden. Denn jeder Mensch habe zwei Genome: eins vom Vater und eins von der Mutter.
Wie die Max-Planck-Wissenschaftler berichten, haben sie die beiden Chromosomensätze eines Menschen nun zum ersten Mal vollständig getrennt voneinander entschlüsselt. Dabei stellten sie erhebliche Unterschiede fest: insgesamt an rund zwei Millionen Stellen. Sie fordern nun, die beiden Genome eines Menschen künftig immer getrennt voneinander zu betrachten. Nur so sei es möglich, eine personalisierte Medizin zu entwickeln.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)