8. September 2011 09:25 Uhr

"Handelsblatt": EX-BDI-Präsident Hans-Olaf Henkel ist für eigenen Nord-Euro

Europa hat es geschafft, aus siebzehn Währungen eine zu machen, nämlich den Euro. Nun sollte es auch möglich sein, aus einer Währung zwei zu machen - nämlich einen zusätzlichen Nord-Euro neben dem bisherigen Euro. Dafür plädiert Hans-Olaf Henkel, früher Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), in einem Gastkommentar des "Handelsblatts".

Eine Aufteilung der Währungsunion sei die Lösung für die derzeitigen Probleme. Eine Nord-Euro-Region könne aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden und Finnland bestehen - und auch Schweden, das den Euro bisher nicht eingeführt habe. Die reichen Länder müssten dann nicht mehr für die armen aufkommen. Und die Südländer könnten von der Abwertung ihres Euro profitieren, indem ihre Exporte billiger würden.

Henkel fragt auch, wie diese Idee politisch durchzusetzen sei. Seine Antwort: Dafür brauche Deutschland eine neue Partei, die den Politikern Beine mache.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)