9. September 2011 08:51 Uhr

Erdbeben in Deutschland: selten aber nicht ungewöhnlich

Ein Erdbeben in Deutschland, das ist eher selten. Gestern Abend gab es eins in Nordrhein-Westfalen - es hatte die Stärke 4,4. Das Epizentrum lag in Goch am Niederrhein. Schäden gab es nach bisherigem Stand keine. Beben dieser Stärke kommen nach Angaben der Bundesanstalt für Geowissenschaften in Deutschland etwa ein- bis zweimal pro Jahr vor. Die jetzt betroffene Gegend im Westen des Landes hat schon mehrere Erdbeben erlebt. Die Erdbebenstation Bensberg hat seit Beginn ihrer Aufzeichnungen im Jahr 1955 mehr als 2000 Erdbeben im Rheinland und den angrenzenden Regionen registriert. Das bisher heftigste im Jahr 1992 erreichte eine Stärke von 5,9. Grund für Beben in Mitteleuropa sind Spannungen in der Erdkruste. Sind die besonders stark, bricht das Gestein im Untergrund. Ein Teil der aufgestauten Energie wird in Form von seismischen Wellen freigesetzt - an der Erdoberfläche kann es dann zu Erschütterungen kommen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)