9. September 2011 17:34 Uhr
"Die Tiefsee ist der schlechteste Ort, um Fische zu fangen." Das sagt Elliott Norse vom Marine Conservation Institute in Bellevue, Washington. Viele Tierarten in diesem Lebensraum könnten sich nur langsam von Überfischungen regenerieren. Manche benötigen Jahrzehnte, um wieder fortpflanzungsreif zu werden. Norse untersuchte gemeinsam mit internationalen Kollegen die Auswirkungen der modernen Fischerei in Regionen von mehr als 1.500 Metern Tiefe. Das Forscherteam dokumentiert den Zusammenbruch verschiedener Fischbestände, darunter auch Haiarten. Mit Blick auf eine nächste Woche beginnende UNO-Konferenz zu dem Thema fordern die Wissenschaftler den Abbau staatlicher Subventionen der Hochseefischerei. Die Tiefsee gilt zwar als größtes, aber auch sensibelstes Ökosystem der Erde.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)