12. September 2011 09:21 Uhr
Auf Deutschland und Europa kommen währungspolitisch schwere Zeiten zu. Und gerade jetzt ist einer der wichtigsten Berater der Europäischen Zentralbank von Bord gegangen.
Welche Konsequenzen der Rücktritt von Jürgen Stark haben könnte, darüber schreibt der britische Bankmanager David Marsh in einem Essay im "Handelsblatt". Stark sei hinter Jean-Claude Trichet die Nummer zwei gewesen, sein Weggang werde die Zentralbank durcheinander werfen. Außerdem sei Stark kein Freund der Euro-Rettung. Marsh hält es für möglich, dass Stark sich einer Bewegung gegen den Euro anschließt, die mit ihm deutlich mehr Macht erlangen könnte.
Stark war seit 2006 bei der EZB tätig, am Freitag hatte er seinen Rücktritt bekannt gegeben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)