12. September 2011 13:21 Uhr
Die Uniformen der Wehrmacht und die Paraderöcke der Nazigrößen kamen aus seiner Werkstatt. "Hitlers Schneider" wurde der Textilkonzern Hugo Boss deshalb oft genannt. Jetzt erscheint eine Studie, welche die Unternehmensgeschichte in der Weimarer Republik und im Dritten Reich aufarbeitet. Ihr Autor Roman Köster sagte im Deutschlandradio Kultur, die Recherche sei zeitraubend gewesen. Da es im Konzern keine Aufzeichnungen aus der Zeit gebe, habe er sich aus Archiven und Zwangsarbeiter-Berichten bedient. Nach Kösters Recherchen profitierte Boss zwar von den Nazi-Aufträgen, wurde dadurch aber nicht zum Großunternehmen. Den Umgang von Hugo Boss mit der Geschichte nennt der Historiker unglücklich. Bereits Ende der 90er Jahre habe die Firma eine ähnliche Studie in Auftrag gegeben, aber nie veröffentlicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)