13. September 2011 08:25 Uhr

Staatsminister: Öffentlich-rechtlicher Rundfunk muss besser werden

Warum sollen die Deutschen mehr als acht Milliarden Euro pro Jahr für einen schlechten öffentlich-rechtlichen Rundfunk ausgeben? Staatsminister Johannes Beerbaum wünscht sich, dass ARD und ZDF eine neue Legitimationsbasis bekommen. Er ist Vorsitzender einer Arbeitsgruppe, die sich im Auftrag der Ministerpräsidenten mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk befasst.

In einem Gastbeitrag in der "F.A.Z." schreibt Beerbaum, das Programm der Sender sei zunehmend flach und verspartet. Hochwertige Sendungen würden oft aus dem Hauptprogramm zu Gemeinschaftsprogrammen wie arte oder Phoenix ausgelagert. Damit verliere der öffentlich-rechtliche Rundfunk in der Bevölkerung Akzeptanz. Auch sei es nicht angemessen, mit Gebühren teure US-Serien oder Fußball-Übertragungsrechte zu kaufen.

Beerbaum findet, es sei Aufgabe der Medienpolitik, sich in den Rundfunkstaatsverträgen dieser Probleme anzunehmen. Dort müsse auch geregelt werden, welche Rechte ARD und ZDF künftig bei ihren Internetauftritten haben sollen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)