14. September 2011 09:26 Uhr

Sexualität: "Trieb" ist alt - es geht um Liebe

Seit Freud haben wir uns angewöhnt, in der Sexualität einen Trieb zu sehen, der sich ein Ventil suchen muss.

Doch diese mechanistische Auffassung wird heute selbst von Freuds Nachfolgern infrage gestellt. Die Londoner Psychoanalytikerin Kate White hält Freuds Triebtheorie nicht mehr für zeitgemäß. Das sagt sie im Interview mit der Zeitschrift "Psychologie Heute".

Als Therapeutin habe sie die Erfahrung gemacht, dass es beim Sex weniger um Trieb als um Beziehung gehe. Die große Herausforderung in der Sexualität sei daher weniger, seine Triebe zu steuern, sondern mit der Liebe klarzukommen.

White nennt die Liebe "ein gefährliches Gefühl". Wer liebe, mache sich verwundbar und riskiere daher viel.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)