15. September 2011 15:43 Uhr
Twittern verboten. In Mexiko warnen Drogenbanden jetzt davor, Berichte über Gewalt in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen.
Vorgestern waren in der mexikanischen Grenzstadt Nuevo Laredo die Leichen einer Frau und eines Jungen gefunden worden, die vor ihrem Tod offensichtlich gefoltert worden waren. Daneben hatten die Mörder ein handgeschriebenes Schild aufgestellt: So wie diese beiden würden alle enden, die zu umtriebig im Internet seien, war darauf zu lesen.
Internetseiten, die Fotos und Videos von Gewalttaten zeigen, sind im mexikanischen Drogenkrieg populär geworden, auch weil klassische Medien sich mittlerweile nicht mehr trauen, über die Gewalt zu berichten. Oft helfen die Seiten auch der Polizei und der Staatsanwaltschaft. Nach der Drohung schränkten zwei solcher Internetportale ihre Dienste jetzt ein.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)