16. September 2011 06:54 Uhr
Das Wort "Charakter" leitet sich ab aus dem griechischen Wort für "einritzen". Und so ist es auch gemeint, glaubt die Zeitschrift "Psychologie Heute". Wie in ihrer aktuellen Titelgeschichte zu lesen ist, ritzen sich frühe Erlebnisse in unserem Leben sozusagen in uns ein und prägen somit unseren Charakter. Der Psychologe Jefferson Singer hat festgestellt, dass sich Dinge, die wir zum allerersten Mal erleben, besonders intensiv in unser Gedächtnis einprägen. Wie Leuchttürme ragten etwa Erlebnisse wie die Geburt des erstes Kindes aus dem Gedächtnis. Doch auch schlimme Erfahrungen hinterlassen Singer zufolge tiefe Spuren und erschüttern das Grundvertrauen in die Welt und das Leben.
Eine Erkenntnis, zu der auch andere schon gekommen sind - wenn auch weniger wissenschaftlich fundiert. Cat Stevens zum Beispiel hat seine Erfahrungen in dieser Richtung bereits 1967 verarbeitet - in seinem Song "The first cut is the deepest."
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)