16. September 2011 08:30 Uhr
Der "Arabische Frühling" könnte eine Chance für das Gesundheitswesen in den betreffenden Ländern sein. Das hoffen zumindest Wissenschaftler aus aller Welt, die am ersten "Global Health Lab" der Zeitschrift "The Lancet" teilgenommen haben. Sie schreiben in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins, die Aufstände hätten eine Menge an Möglichkeiten eröffnet. Allerdings könnten diese auch wieder zunichte gemacht werden, wenn das Gesundheitssystem der Länder nicht gestärkt werde.
Teilnehmer der Konferenz beschreiben in dem Blatt Eindrücke der Situation in verschiedenen Ländern. Khalid Koser vom Genfer Zentrum für Sicherheitspolitik zum Beispiel erinnert an die prekäre Lage von rund einer Million Libyer, die wegen des bewaffneten Konflikts fliehen mussten. Auch Tunesien ist laut einem dort heimischen Arzt immer noch in einer Krise. Jeder zehnte Mediziner sei arbeitslos, Krankenhäuser seien in schlechterem Zustand als noch vor der Revolution. Das Gesundheitssystem werde erst langsam zum politischen Thema.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)