16. September 2011 08:53 Uhr

US-Präsident wegen Bürgschaften für Pleite-Firma Solyndra in der Kritik

"Hier ist die Zukunft!" - davon war US-Präsident Barack Obama überzeugt, als er im Mai vergangenen Jahres die Solarzellen-Firma "Solyndra" in Kalifornien eröffnete. Doch nun hat das Unternehmen Konkurs angemeldet und das bringt nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" auch Obama in die Bredouille. Seine Regierung hatte dem Start-Up finanziell geholfen und für einen Kredit von 535 Millionen US-Dollar gebürgt. Die SZ schreibt, das Geld könne Washington nun abschreiben - und auch das Versprechen von mehr als tausend neuen Arbeitsplätzen sei passé, die Mitarbeiter stünden auf der Straße.

Die oppositionellen Republikaner nutzen die Pleite dem Blatt zufolge aus und geißeln jede Staatssubvention als Verstoß gegen die Regeln des Marktes. Sie witterten gar Korruption, denn: Der größte Investor bei "Solyndra" habe im Wahlkampf 2008 zu den Großspendern der Demokraten gehört. Das FBI tippt laut SZ hingegen auf Subventionsbetrug. Die Polizeibehörde ermittele - in Kalifornien und in Washington.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)