16. September 2011 09:29 Uhr

Wege aus der Euro-Krise: Vorschläge von Finanzexperten

Wie kommen wir denn endlich raus aus der Euro-Krise? Das "Handelsblatt" hat prominente Finanzexperten um ihre Meinung dazu gebeten, hier eine kleine Übersicht:

Jens Weidmann, Präsident der Deutschen Bundesbank, fordert, finanzpolitische Kompetenzen der Staaten an die EU zu übertragen. Außerdem müsse es feste Verschuldungs- und Defizitgrenzen geben. Weidmann findet, eine Währungsunion müsse nicht heißen, für andere Mitglieder zu haften.

Anders sieht das Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo-Instituts. Eine gemeinschaftliche Haftung sei durchaus nötig für Stabilität in Europa.

Dennis Snower vom Institut für Weltwirtschaft schaut auf Griechenland. Dort fehle schlicht der Wille, die Entschuldung voranzutreiben. Snower fordert, Staatsschulden künftig besser zu überwachen.

Mario Draghi, der künftige Chef der Europäischen Zentralbank, fordert neben mehr Haushaltsdisziplin auch längerfristige Zinsen. Auf keinen Fall dürfe ein inkosequenter Mittelweg gegangen werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)