16. September 2011 10:22 Uhr
Als Oberwasser bezeichnete man seit dem 15. Jahrhundert das Wasser, das oberhalb einer Mühle durch ein Wehr gestaut wird, damit es von oben auf das Mühlrad fällt und es so antreibt. Im übertragenen Sinne benutzt man "Oberwasser bekommen" laut Duden seit dem 19. Jahrhundert. Wer Oberwasser bekommt, erarbeitet sich sozusagen die Antriebskraft für die Mühle - oder für seine Ziele. Wer bereits Oberwasser hat, ist konkret gesagt im Vorteil. Das kann zum Beispiel bei einem Streit der Fall sein, aber auch im sportlichen Wettkampf.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)