16. September 2011 11:31 Uhr

Blick ins Lexikon: Benfordsches Gesetz

Wir blicken ins Lexikon. Heute erklären wir, was das Benfordsche Gesetz ist. Es besagt, dass in realen Datensätzen wie Statistiken niedrigere Ziffern öfter vorkommen als hohe. So beginnen mehr als sechsmal soviele Zahlen mit der Eins statt mit der Neun. Das lässt sich mathematisch mit der Verteilung ihrer Logarithmen erklären.

Ein praktisches Beispiel: Bei Geburtstagen ist die Zahl Eins in elf von 30 Tagen die erste Ziffer. Das Gesetz lässt sich auf Einwohnerzahlen, Halbwertszeiten von radioaktiven Elementen und Firmenbilanzen anwenden. Hin und wieder werden damit auch Fälschungen aufgedeckt. In Bilanzen etwa kommt oft die Neun häufiger vor, wenn die Fälscher versuchen, Grenzwerte zu unterschreiten, um nicht aufzufallen.

Publiziert wurde das Gesetz erstmals von Simon Newcomb im 19. Jahrhundert. Er hatte in Büchern mit Logarithmentafeln gesehen, dass Tabellen mit der Eins deutlich schmutziger, also häufiger benutzt waren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)