16. September 2011 12:22 Uhr

Streit um Oktoberfest-Pläne im türkischen Antalya

Kein Prosit für die Gemütlichkeit in Antalya. So will es zumindest die türkische Wohlfahrtsorganisation "Yesilay". In der Zeitung "Zaman" forderte ein Mitglied, die Stadtverwaltung solle das geplante Oktoberfest absagen. Es soll kommende Woche zum dritten Mal stattfinden. Das sei fahrlässig, hieß es in der Kritik, da dort in den vergangenen Jahren Menschen aufgrund übermäßigen Alkoholkonsums gestorben seien. Einer in einer Schlägerei, der andere an einem Herzinfarkt. Der Bürgermeister von Antalya, Mustafa Alkaydin, wies den Vorwurf als "leeres Gerede" zurück. Er gilt als Kritiker der Regierungspartei, der er islamistische Tendenzen vorwirft.

Erst vor kurzem wurden in der Türkei die Auflagen für den Verkauf von Alkohol verschärft. Manche sehen darin eine unangebrachte Einmischung der islamisch geprägten Regierung. Alkohol ist im sunnitischen und schiitischen Islam verboten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)