16. September 2011 13:24 Uhr

China: Krankenhausgeburten senken Baby-Sterblichkeit

In China sterben nur noch halb so viele Babys wie vor etwa zehn Jahren. Wissenschaftler aus London und Peking sehen den Grund darin, dass heute wesentlich mehr Kinder in Krankenhäusern geboren werden. Im Magazin "The Lancet" schreiben sie, China habe im Jahr 2000 eine Kampagne für Krankenhaus-Geburten gestartet. Inzwischen brächten nur noch Mütter in den ärmsten Gegenden ihre Kinder zuhause zur Welt.

Die Forscher haben die Daten von 1,5 Millionen Geburten zwischen 1996 und 2008 ausgewertet. 1996 starben noch etwa 2,5 Prozent der Säuglinge im ersten Lebensmonat, 2008 waren es weniger als ein Prozent. Die Wissenschaftler führen das auf bessere Hygienebedingungen in Krankenhäusern zurück. In städtischen Krankenhäusern sei die Sterberate noch niedriger als auf dem Land.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)