16. September 2011 16:27 Uhr

Doktorarbeit: In der schwedischen Literatur ist Wallander der gute Cop

Schwedische Krimis vermitteln oft ein rechtspopulistisches Weltbild. Zu diesem Schluss kommt der schwedische Doktorand Michael Tapper in seiner Abschlussarbeit. Er hat beliebte Detektiv- und Polizeiromane und Filmkrimis aus den vergangenen vierzig Jahren untersucht. Dabei stellte er fest, dass manche Motive in den Romanen denen in rechtspopulistischen Schriften sehr ähneln. Darin ist der Polizist ein Rächer, der die Politik verachtet und Cleverness im Alltag der Wissenschaft vorzieht.

Außerdem fiel Tapper auf, dass die Polizei in den Romanen unterschiedlich gut wegkam. Kommissar Wallander etwa stehe für einen Beamten, der die Menschen gegen organisierte Kriminalität beschütze. In Romanen wie der Trilogie von Stieg Larsson stelle die Polizei selbst eine Bedrohung dar, durchsetzt von rechten und anti-demokratischen Mächten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)