17. September 2011 12:18 Uhr
Barock gilt eigentlich als europäische Kultur-Strömung.
Jetzt sind in Bolivien mehr als 1.000 Barock-Partituren aus dem 17. und 18. Jahrhundert aufgetaucht, die von südamerikanischen Ureinwohnern komponiert wurden. Wie die bolivianische Zeitung "Página Siete" berichtet, wurden die Werke von einem internationalen Forscherteam gesammelt und in einem dreibändigen Katalog zusammengefasst. Enthalten seien Psalme, Motetten und Sonaten. Die Forscher gehen davon aus, dass die Musik mit katholischen Priestern aus Spanien nach Lateinamerika kam. Diese hätten in der Freizeit gemeinsam mit Indios Musik gemacht, nach dem Abzug der Missionare Mitte des 18. Jahrhunderts sei die Musik weiter komponiert worden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)