19. September 2011 07:23 Uhr

Montgomery: Entscheidung zur Organspende kann man nicht erzwingen

Das geht so nicht, zumindest wenn man sich ans Grundgesetz hält. Das sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, der "Berliner Zeitung". Er meint dabei den Vorschlag der Kammer, dass jeder Deutsche in Zukunft eine Entscheidung darüber treffen muss, ob er Organspender sein will oder nicht. Stattdessen will Montgomery jetzt die Initiative von Volker Kauder (CDU) und Frank-Walter Steinmeier (SPD) unterstützen. Die beiden schlagen vor, dass jeder Bürger mindestens einmal im Leben mit dem Thema konfrontiert wird - zum Beispiel, wenn er den Führerschein oder den Personalausweis bekommt. Zur Entscheidung gezwungen werden soll aber keiner.

Zur Zeit gilt, dass, wer seine Organe spenden will, das schon zu Lebzeiten ausdrücklich klar machen muss. Eine andere Möglichkeit ist, dass Angehörige nach dessen Tod ihre Zustimmung geben.

Insgesamt gibt es viel zu wenig Spenderorgane in Deutschland.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)