19. September 2011 11:51 Uhr

Studie: Nächtliche Angriffe in Afghanistan schaden dem Ansehen der NATO

Was den einen nützlich erscheint, ist den anderen Grund zur Sorge.

Es geht um die nächtlichen Einsätze von Soldaten der NATO und der USA in Afghanistan. Diese sind nach Meinung vieler Militärexperten ein effektives Mittel, um die Taliban zu bekämpfen. Eine neue Studie der US-amerikanischen Stiftung "Open Society Foundation" vertritt dagegen die Meinung, dass die Nachteinsätze der Bevölkerung und dem Friedensprozess im Land nach wie vor unverhältnismäßig stark schaden.

Zwar seien die Einsätze inzwischen zielgenauer und besser geplant, dennoch führten sie immer noch dazu, dass der Ruf der NATO leide. Die Bevölkerung fühle sich durch die Einsätze nicht sicherer, im Gegenteil.

Auch die afghanische Regierung hat die nächtlichen Einsätze wiederholt kritisiert. Sie verletzten die Privatsphäre der Afghanen und machten den Versöhnungsprozess im Land nur mühsamer. Ein NATO-Sprecher sagte in Kabul, das Militärbündnis werde die Studie genau prüfen und wenn nötig Konsequenzen ziehen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)