19. September 2011 12:52 Uhr

Das Erdbeben im Himalaya und wie es zustande kam

Das Erdbeben, das gestern die Region im Grenzgebiet von Indien, Nepal, Tibet und Bhutan erschüttert hat, hat eine lange geologische Geschichte.

Joachim Saul vom Geoforschungszentrum Potsdam erklärt das so:

Seit etwa 50 Millionen Jahren schiebt sich der indische Subkontinent langsam nach Norden und stößt dabei auf Eurasien. Durch den immensen Druck, der dabei entsteht, hat sich der Himalaya mit der Zeit aufgefaltet. Bis Indien mit Eurasien verschmolz, war es eine eigene Kontinentalplatte.

Die Auswirkungen dieses Zusammenstoßes dauern an, auch heute noch verschiebt sich Indien weiter nach Norden. Dadurch kommt es in Tibet und dem Himalaya nach wie vor regelmäßig zu Brüchen in der Erdkruste - und damit zu Erdbeben.

Grundsätzlich ist dem Geologen zufolge ein relativ starkes Beben wie gestern nichts Ungewöhnliches für die Region. Die Menschen dort müssen also schon sehr lange mit einem hohen Erdbebenrisiko leben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)