20. September 2011 08:51 Uhr

Wir erinnern: Am 20.9.2001 ruft US-Präsident G.W. Bush den "Krieg gegen den Terror" aus

Heute vor zehn Jahren erklärte der damalige US-Präsident George W. Bush den Beginn des "Kriegs gegen den Terror".

Neun Tage nach den Anschlägen vom 11. September 2001 kamen das Abgeordnetenhaus und der Senat zu einer gemeinsamen Sitzung zusammen. Der Grund: eine Rede des Präsidenten zur Lage der Nation. Darin schwor George W. Bush die Bevölkerung der USA auf einen Krieg ein, der nicht klassisch verlaufen würde wie noch der Irak-Krieg Anfang der 90er-Jahre. Die Rede gipfelte in der Aufforderung an die Regierungen aller Länder: "Entweder ihr seid mit/für uns oder den Terroristen!"

Juristen kritisierten Bush dafür, dass er einen "Krieg" erklärte, der sich aber nicht gegen einen Staat richte, sondern pauschal gegen "den" Terrorismus. Das eröffne Freiräume, die missbraucht werden könnten. In der Tat wurden infolge der Rede die Bürgerrechte in den USA zum Teil erheblich eingeschränkt. Die für Touristen sichtbarste Folge sind die strikten Sicherheitsvorkehrungen an Flughäfen. Und natürlich die bis heute andauernden Einsätze in Afghanistan und Pakistan, dem Irak und am Horn von Afrika. Die aktuelle US-Regierung verwendet die Bezeichnung "Krieg gegen den Terror" nicht mehr.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)