20. September 2011 09:54 Uhr
Eigentlich dürften Schweine keine Antibiotika bekommen, nur damit sie schneller zunehmen.
Die Vergabe der Mittel zur Steigerung der Mastleistung bei Schweinen, Rindern und anderen Masttieren ist nämlich seit 2006 EU-weit verboten. Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" ist der Einsatz in der Mast dennoch gang und gäbe. Offiziell sollen damit Krankheiten behandelt oder vorbeugend verhindert werden.
Knapp 1.000 Tonnen Antibiotika seien im Jahr 2010 verfüttert worden, schreibt die "Süddeutsche", zehn Prozent mehr als noch fünf Jahre zuvor, kurz vor dem Verbot. Die Zahlen seien Schätzungen, die vom Landwirtschaftsministerium bestätigt würden.
Die Folgen können gefährlich sein: Der übermäßige Einsatz von Antibiotika in der Tiermast gilt als einer der Hauptgründe für die zunehmende Resistenz von Keimen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)