22. September 2011 15:52 Uhr
Die USA werden mehr und mehr kriegsmüde. Und das ermöglicht es Präsident Barack Obama seine Afghanistanpolitik schleichend zu verändern, ohne politischen Gegenwind. Dieser Ansicht ist Peter Rudolf von der Stiftung Wissenschaft und Politik. Er schreibt, Obama habe der kostspieligen »Counterinsurgency«-Strategie den Rücken zugewandt. Es gehe nicht mehr darum, Aufstände in der Bevölkerung zu verhindern, sondern nur noch um die Bekämpfung von Terrorismus. Die USA weiteten so ihren Spielraum für eine Truppenreduzierung aus. Im Rahmen dieser Strategie beabsichtigten sie, auf längere Sicht in Afghanistan militärisch präsent zu bleiben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)