23. September 2011 07:53 Uhr
"Ich möchte auch sagen, dass der Papst kein Orakel und nur in den seltensten Fällen unfehlbar ist."
Es mag zunächst erstaunen, dass dieser Ausspruch vom Papst selbst stammt. Benedikt der Sechzehnte hat den Satz bei einer Rede vor einigen Jahren gesagt. Doch die Unfehlbarkeit des Papstes gilt nach katholischer Auffassung tatsächlich nicht für jedes Wort des Kirchenoberhaupts. Sie ist auf den Fall beschränkt, dass der Papst "in höchster Amtsgewalt eine Lehre über Glauben oder Sitte festhält". Die Unfehlbarkeit wurde auf dem Ersten Vatikanischen Konzil 1870 unter Papst Pius dem Neunten verkündet - wobei die Verkündigung selbst einen unfehlbaren Glaubenssatz darstellt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)