23. September 2011 11:25 Uhr

Hintergrund: Katholisch und evangelisch

Am zweiten Tag seines Besuchs in Deutschland besucht Papst Benedikt der Sechzehnte Erfurt, dort besichtigt er unter anderem den Dom, wo der Reformator Martin Luther zum Priester geweiht wurde.

Der Tag steht also ganz im Zeichen der Ökumene. Wir fragen: was unterscheidet evangelische und katholische Glaubenspraxis?

In katholischen Kirchen gehören Heiligenbilder, Weihwasserbecken und Beichtstühle zum festen Inventar, evangelische Kirchen sind dagegen eher schmucklos und nüchtern. Katholiken bekreuzigen sich häufig im Gottesdienst aber auch in der Öffentlichkeit, als Bekenntnis zum Glauben. Evangelen tun das dagegen nur manchmal im Gottesdienst. In die Messe zu gehen ist für katholische Christen Pflicht, der aber nur 14 Prozent der Gläubigen nachkommen. Bei der evangelischen Konkurrenz sind es nur fünf Prozent, für sie ist der Kirchgang nicht gar so zwingend vorgeschrieben. Klöster gibt es nur bei Katholiken, auch wenn Protestanten inzwischen einige Bruder- und Schwesternschaften gegründet haben, deren Regeln fast klösterlich sind.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)