26. September 2011 10:49 Uhr

Herero überführen Totenschädel aus Deutschland nach Namibia

Mehr als einhundert Jahre hat es gedauert. Jetzt werden die sterblichen Überreste von rund 300 Herero und Nama aus Deutschland nach Namibia überführt. Sie waren unter der deutschen Kolonialherrschaft in Afrika gestorben. Dort hatte 1904 der damalige deutsche Kommandeur den Befehl gegeben, jeden Herero in den Grenzen des Kolonialgebiets zu töten. Die Schädel wurden später nach Deutschland gebracht, wo pseudowissenschaftliche Untersuchungen zur Rassenkunde gemacht wurden.

Die Delegation aus Namibia, die die Schädel in Empfang nimmt, wird heute in Berlin erwartet. Die Übergabe der Schädel ist für Freitag geplant. Derzeit werden sie im Berliner Charité-Klinikum aufbewahrt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)