26. September 2011 14:23 Uhr
In Deutschland sind im vergangenen Jahr weniger Opfer von Menschenhandel im Zusammenhang mit sexueller Ausbeutung registriert worden als im Vorjahr. Wie das Bundeskriminalamt, BKA, mitteilte sank die Zahl der Betroffenen auf 610. 2009 waren es noch 710 registrierte Opfer. Das sei ein Rückgang um 14 Prozent.
Das BKA geht jedoch von einem "erheblichen Dunkelfeld" im Bereich des Menschenhandels aus. Die größte Herausforderung für die Ermittler sei es, Opfer zu identifizieren und diese zu einer Aussage zu bewegen.
Aus dem veröffentlichten "Lagebild Menschenhandel 2010" geht hervor, dass 85 Prozent der registrierten Opfer aus dem europäischen Raum kommen. Etwa 14 Prozent der Betroffenen seien minderjährig. Bei den ausländischen Opfern dominierten rumänische und bulgarische Staatsangehörige.
Laut BKA sind ein Viertel der Tatverdächtigen Deutsche. Damit sind sie anteilig die größte Gruppe. Unter den ausländischen Tatverdächtigen stellten den größten Anteil bulgarische und rumänische Staatsangehörige.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)