26. September 2011 14:51 Uhr
Genauso gut sein wie die DDR-Sportler - das wollte die alte Bundesrepublik erreichen. Deshalb wurden laut der Studie "Doping in Deutschland" in den 70er und 80er Jahren systematisch leistungsfördernde Mittel eingesetzt. Bei der Vorstellung der Ergebnisse sprach Giselher Spitzer von der Berliner Humboldt-Universität außerdem von staatlich subventionierten Forschungen zu Anabolika und Testosteron. Diese seien vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft, BISp, koordiniert worden - zum Teil sogar nachweisbar mit Kenntnis des Bundesinnenministeriums, dem das BISp unterstand.
Spitzers Kollege Michael Krüger von der Universität Münster sagte, es habe aber kein staatlich verordnetes Dopingsystem gegeben wie in der DDR. Die Studie stützt sich auf Archivdokumente und Aussagen von Zeitzeugen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)