27. September 2011 08:54 Uhr
Unser Blick in die Geschichte geht 155 Jahre zurück. Am 27.9.1856 wurde der deutsche Afrikaforscher und Kolonialist Carl Peters geboren. Er studierte in Berlin und kam in Kontakt mit sozialdarwinistischen und antisemitischen Einstellungen. Nach seiner Promotion wechselte Peters in das Importgeschäft eines Onkels in London. Dort begeisterte er sich für die britische Kolonialpolitik und fuhr 1884 nach Ostafrika, um örtlichen Häuptlingen Unterschriften für sogenannte "Schutzverträge" abzunötigen - zunächst auf eigene Faust. Mit Rückhalt des Deutschen Reiches gründete er die Kolonie Deutsch-Ostafrika. Wegen seines brutalen Umgangs mit der Bevölkerung brach dort ein Aufstand aus, Peters wurde nach Deutschland zurückbeordert und starb schließlich 1918.
Vor allem im Nationalsozialismus galt Carl Peters als großer Kolonialpionier, nach ihm wurden Straßen und Plätze in mehreren Städten benannt. Wegen seiner rassistischen Haltung wurde das in jüngster Zeit jedoch zum Teil wieder aufgehoben. Auf dem Gebiet der ehemali
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