27. September 2011 10:52 Uhr

In-Vitro-Befruchtung: Australischer Pionier Carl Wood gestorben

Seine Arbeit hat wesentlich zur Entwicklung der In-Vitro-Befruchtung beigetragen. Jetzt ist der australische Gynäkologe Carl Wood im Alter von 82 Jahren gestorben. Wie erst jetzt bekannt wurde, verstarb er bereits am vergangenen Freitag in einem Altersheim in Melbourne. Seit 2004 litt Wood an Alzheimer.

Carl Wood wurde bekannt, als er 1973 per In-Vitro-Befruchtung die erste Schwangerschaft herbeiführte. Zehn Jahre später konnte er dann das erste Retorten-Baby aus einem eingefrorenen Embryo erzeugen. Auch für die erste Schwangerschaft durch eine Samenspende war Wood verantwortlich.

Den Nobelpreis für Medizin für seine Arbeit an der In-Vitro-Methode bekam 2010 aber nicht Wood, sondern der Brite Robert Edwards. Er befruchtete 1977 die erste Frau per In-Vitro, die ein gesundes Baby zur Welt brachte: Louise Brown.

Nach Angaben der Europäischen Reproduktionsgesellschaft sind weltweit 3,75 Millionen Babys mithilfe der In-Vitro-Methode geboren worden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)