27. September 2011 11:23 Uhr

Nach 50 Jahren gibt Israel archäologische Funde an Jordanien zurück

Was man sich ausleiht, das muss man auch zurückgeben. Diese eigentlich selbstverständliche Regel hat Israel erst nach 50 Jahren befolgt. Wie jordanische Zeitungen berichten, hat der Staat mehr als 600 bronzezeitliche Keramiken aus dem südlichen Jordantal an Jordanien zurückgegeben. Sie waren in den 60er-Jahren zu Forschungszwecken nach Jerusalem gebracht worden. Nach dem Sechstagekrieg 1967 hatte Israel es versäumt, die archäologischen Fundstücke zurück nach Jordanien zu bringen.

Auch um die Schriftrollen von Qumran herrscht Streit zwischen den beiden Staaten. Die Pergamentrollen mit einigen der ältesten bekannten Bibeltexte wurden in den 40er Jahren am Toten Meer gefunden. Nach jordanischer Auffassung brachte Israel die Funde - ebenfalls während des Sechstagekriegs von 1967 - illegal in seinen Besitz. Im Sechstagekrieg kämpften Ägypten, Syrien und Jordanien gegen Israel.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)