27. September 2011 15:54 Uhr

Universität Würzburg plant langwierige Archivierung von Mittelaltermusik

16 Jahre soll es dauern, dann soll Schluss sein mit der Unordnung bei der Mittelaltermusik. Mitarbeiter des Musikwissenschaftlichen Lehrstuhls der Universität Würzburg wollen in den kommenden Jahren insgesamt rund 4.500 Musikhandschriften veröffentlichen.

Die Dokumente hat der Erlanger Musikwissenschaftler Bruno Stäblein zusammengetragen, und zwar bereits in den 30er Jahren. Dafür reiste er durch Europa und fotografierte Handschriften von kirchlichen Liedern und Gesängen. Die Sammlung soll aus lateinischer Musik bestehen, wie sie im Mittelalter vor allem in Klöstern und Kathedralen von Priestern vorgetragen wurde. Instrumente wurden dabei nicht verwendet.

Neben den kirchlichen seien auch weltliche Lieder entdeckt worden. Diese, so der leitende Professor, seien vergleichbar mit heutigen Pop-Songs: Sie handelten von Liebe und Erotik.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)